Faserverstärkte Kunststoffteile

Herstellungsverfahren

Glasmattenverstärkte Thermoplaste aus Polypropylen oder Polyamid bilden vorrangig die Grundlage für die Fertigung unserer faserverstärkten Kunststoffbauteile. Die in Plattenform bezogenen Halbzeuge werden auf einer Tafelschere entsprechend dem zu fertigenden Bauteil erforderlichen Volumen und Gewicht zugeschnitten und anschließend in einem Infrarotofen erwärmt. Nach der Erwärmung der Halbzeuge schließt sich der eigentliche Fließpress- oder Formpressprozess an und das Pressformteil entsteht.

Eine mechanische Bearbeitung wie Fräsen von Konturen und Bohren von Löchern bzw. Stanzprozesse sind bauteilabhängig dem Pressprozess angegliedert. Ebenso findet eine Vormontage diverser Buchsen, Nietmuttern, Gewindebolzen und anderer metallischer Inserts in fast allen Bauteilapplikationen ihre Anwendung.

Verwendete Halbzeuge

Die physikalischen Eigenschaften der faserverstärkten Kunststoffe variieren in einem großen Bereich und hängen vom Matrixmaterial, dem Fasertyp und der Faserorientierung ab. Durch das geziehlte Kombinieren verschiedener Halbzeuge können die physikalischen Bauteileigenschaften des Endprodukts gezielt beeinflusst werden. 

Glasmattenverstärktes Thermoplast

Beim glasmattenverstärkten Material liegen die Verstärkungsfasern weitestgehend unregelmäßig und nicht orientiert vor. Eingesetzt wird es sowohl für schlagfeste Verkleidungsteile als auch für dynamisch und statisch stark belastete Komponenten in vielfältigsten Einsatzgebieten.

Materialdaten: glasmattenverstärktes Thermoplast
Dichte:1.05 – 1.35 g/cm³
E-Modul:3.500 – 8.300 MPa
Zugfestigkeit:60 – 140 MPa
spez. Energieabsorption: 30 kJ/kg

Gewebeverstärktes Thermoplast

Beim gewebeverstärkten Material liegen die Verstärkungsfasern als 'endlose' gestreckte und gerichtete Fasern vor, wodurch eine höhere Steifigkeit und Festigkeit erreicht wird. 

Materialdaten: glasgewebeverstärktes Thermoplast
Dichte:1.22 – 1.50 g/cm³
E-Modul:7.000 – 24.000 MPa
Zugfestigkeit:200 – 450 MPa
spez. Energieabsorption:40 kJ/kg

Einsatzmöglichkeiten

Glasfaserverstärkter Kunststoff ist eine struktursteife Alternative mit geringem Flächengewicht für vielfältige Einsatzmöglichkeiten u.a.:


mögliche Anwendung:

  • geräuschdämmendes Material für Pkw-Unterbodenverkleidungen
  • Trägermaterial für dekorative Anwendungen (z.B. Pkw-Dachhimmel)
  • Motor- und Getriebeabdeckungen
  • Als schlagzähes, witterungsbeständiges Material für Außenanwendungen in der Automobil- und Caravanbranche wie auch im Bausektor
  • Als Ersatz für Holzwerkstoffe oder Hartschäume in Sandwich-Aufbauten für die Caravan- und Nutzfahrzeugindustrie
Demonstrator-Bauteil
Beispiele für Inserts

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Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Ing. Thomas Weidhaas
Projektleiter Faserverstärkte Kunststoffe

Form + Technik Engineering GmbH
Betriebsteil Hilbersdorf
Lindenstraße 2
09627 Hilbersdorf

Tel.: +49 (0)3731 3506 - 72
Fax: +49 (0)3731 3506 - 90

 

t.weidhaas@formundtechnik.de

 
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